Ich wache nachts ständig auf

Das ist erstmal nicht ungewöhnlich.

Wenn du nachts immer wieder aufwachst, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Kurze Wachphasen gehören grundsätzlich zum normalen Schlaf. Viele davon bemerken oder erinnern wir gar nicht.

Wenn du jedoch häufig längere Zeit wach liegst, Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen hast oder dich tagsüber beeinträchtigt fühlst, kann ein behandlungsbedürftiges Schlafproblem vorliegen.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • Insomnie: Wiederholtes nächtliches Erwachen mit Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen.
  • Stress und Grübeln: Sorgen oder zunehmende Anspannung können das Wiedereinschlafen erschweren.
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen: Eine obstruktive Schlafapnoe kann wiederholte Weckreaktionen verursachen.
  • Körperliche Beschwerden: Beispielsweise Schmerzen, nächtlicher Harndrang oder ein Restless-Legs-Syndrom.
  • Äußere Einflüsse: Lärm, Licht, Alkohol oder bestimmte Medikamente können den Schlaf beeinträchtigen.

Was kannst du ausprobieren?

  • Versuche, einzelne Wachphasen nicht sofort als schlechten Schlaf zu bewerten.
  • Schaue möglichst nicht ständig auf die Uhr.
  • Wenn du länger wach liegst und zunehmend angespannt wirst, kann es hilfreich sein, das Bett vorübergehend zu verlassen und bei erneuter Schläfrigkeit zurückzukehren.
  • Beobachte, wie häufig und wie lange du nachts wach bist und wie du dich tagsüber fühlst.

Wenn du regelmäßig längere Wachphasen hast und darunter leidest, solltest du die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Das gilt besonders, wenn du zusätzlich stark schnarchst, Atemaussetzer beobachtet werden oder du tagsüber ausgeprägt schläfrig bist.

Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.

Sloop kann dir helfen, deine Schlafmuster mithilfe des Schlaftagebuchs zu beobachten und Strategien zum Umgang mit nächtlicher Anspannung kennenzulernen. Die App ersetzt jedoch keine medizinische Diagnostik oder vollständige KVT-I.