Ich schaue nachts ständig auf die Uhr
Wenn du nachts immer wieder auf die Uhr schaust, um zu kontrollieren, wie lange du schon wach bist oder wie viel Schlaf dir noch bleibt, kann das zusätzlichen Druck erzeugen.
Besonders bei Schlafproblemen kann häufiges Uhrenschauen das Einschlafen oder Wiedereinschlafen erschweren.
Vielleicht kennst du Gedanken wie „Jetzt habe ich nur noch vier Stunden“ oder „Morgen werde ich bestimmt völlig erschöpft sein“.
Solche Gedanken können Sorgen und Anspannung verstärken. Das bedeutet aber nicht, dass das Uhrenschauen die ursprüngliche Ursache deiner Schlafprobleme ist.
Was kannst du ausprobieren?
- Drehe deine Uhr weg: Wenn du nachts häufig auf die Uhr schaust, kann es helfen, das Display außer Sichtweite zu platzieren.
- Vermeide das Ausrechnen der verbleibenden Schlafzeit: Du musst nachts nicht kontrollieren, wie viele Stunden dir noch bleiben.
- Verzichte auf Schlafkontrolle im Bett: Auch das wiederholte Überprüfen von Schlaftracker-Daten kann zusätzlichen Druck erzeugen.
- Unterbrich längeres angespanntes Wachliegen: Wenn du zunehmend unruhig wirst, kann es sinnvoll sein, das Bett vorübergehend zu verlassen und erst bei erneuter Schläfrigkeit zurückzukehren.
Wichtig: Du musst nicht genau wissen, wie lange du nachts wach gelegen hast. Für die Einschätzung deiner Schlafprobleme sind längerfristige Muster und dein Befinden am Tag häufig hilfreicher als das ständige Kontrollieren einzelner Wachphasen.
Wenn du regelmäßig Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen hast und dadurch belastet oder tagsüber beeinträchtigt bist, solltest du dir professionelle Unterstützung suchen.
Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.
Sloop kann dich dabei unterstützen, einen weniger kontrollierenden Umgang mit deinem Schlaf zu entwickeln und deine Schlafmuster über längere Zeit zu beobachten. Die App ersetzt jedoch keine KVT-I oder medizinische Diagnostik.