Ich wache viel zu früh auf

Wenn du morgens deutlich früher aufwachst, als du möchtest, und nicht wieder einschlafen kannst, kann das unterschiedliche Ursachen haben.

Frühmorgendliches Erwachen kann ein Symptom einer Insomnie sein. Besonders dann, wenn du dadurch zu wenig Schlaf bekommst, unter dem frühen Erwachen leidest oder tagsüber beeinträchtigt bist.

Auch deine innere Uhr kann eine Rolle spielen. Manche Menschen werden von Natur aus früh schläfrig und wachen entsprechend früh auf.

Weitere mögliche Einflussfaktoren sind Stress, Grübeln, depressive Beschwerden, Schmerzen oder andere gesundheitliche Ursachen.

Was kannst du ausprobieren?

  • Nicht auf die Uhr schauen: Vermeide es, ständig auszurechnen, wie viel Schlaf dir noch bleibt.
  • Schlaf nicht erzwingen: Versuche, das frühe Erwachen nicht durch zunehmende Anstrengung auszugleichen.
  • Bei Anspannung vorübergehend aufstehen: Wenn du länger wach liegst und zunehmend unruhig wirst, kann es hilfreich sein, das Bett kurz zu verlassen und bei erneuter Schläfrigkeit zurückzukehren.
  • Licht berücksichtigen: Wenn du noch weiterschlafen möchtest, halte das Licht möglichst gedämpft.
  • Schlafrhythmus beobachten: Ein Schlaftagebuch kann helfen, Zusammenhänge zwischen Einschlafzeit, Aufwachzeit und deinem Befinden am Tag zu erkennen.

Wichtig: Wenn du früh aufwachst, insgesamt aber ausreichend schläfst und tagsüber erholt bist, muss das nicht krankhaft sein.

Wenn du regelmäßig deutlich früher als gewünscht aufwachst, nicht wieder einschlafen kannst und darunter leidest, ist eine ärztliche beziehungsweise schlafmedizinische Abklärung sinnvoll.

Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.

Sloop kann dich dabei unterstützen, deine Schlafzeiten und Beschwerden zu dokumentieren und passende Strategien zum Umgang mit nächtlicher Anspannung kennenzulernen. Die App ersetzt jedoch keine vollständige KVT-I oder medizinische Diagnostik.