Ich bin angespannt und wach
Wenn du dich angespannt fühlst und gleichzeitig wach liegst, kann das Einschlafen schwierig sein. Auch wenn du dich müde oder erschöpft fühlst.
Müdigkeit und Schläfrigkeit sind nicht dasselbe. Du kannst dich nach einem anstrengenden Tag erschöpft fühlen, ohne bereits ausreichend schläfrig zu sein.
Ob du einschlafen kannst, hängt unter anderem von deinem Schlafdruck, deiner inneren Uhr und möglichen körperlichen oder psychischen Einflussfaktoren ab.
Stress, Sorgen oder der Gedanke „Ich muss jetzt unbedingt schlafen“ können zusätzlich Anspannung erzeugen und das Einschlafen erschweren.
Was kannst du ausprobieren?
- Nimm den Schlafdruck aus deinen Gedanken: Du musst das Einschlafen nicht aktiv herbeiführen.
- Nutze eine angenehme Entspannungsübung: Ruhiges Atmen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen können helfen, Anspannung zu reduzieren. Sie müssen nicht unmittelbar zum Einschlafen führen.
- Schreibe belastende Gedanken auf: Wenn dich Sorgen oder unerledigte Aufgaben beschäftigen, kann es hilfreich sein, sie bereits vor dem Schlafengehen festzuhalten.
- Achte auf deine Schläfrigkeit: Gehe möglichst erst dann ins Bett, wenn du tatsächlich schläfrig bist.
- Unterbrich angespanntes Wachliegen: Wenn du länger wach liegst und zunehmend unruhig wirst, kann es sinnvoll sein, das Bett vorübergehend zu verlassen und bei erneuter Schläfrigkeit zurückzukehren.
Wichtig: Du musst nicht vollkommen entspannt sein, um schlafen zu können. Wenn du versuchst, Entspannung oder Schlaf unbedingt zu erreichen, kann daraus zusätzlicher Druck entstehen.
Wenn Einschlafprobleme regelmäßig auftreten, dich belasten oder tagsüber beeinträchtigen, solltest du sie ärztlich abklären lassen.
Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.
Sloop kann dich mit Übungen zum Umgang mit Anspannung und Grübeln sowie einem Schlaftagebuch unterstützen. Die App ersetzt jedoch keine vollständige KVT-I oder medizinische Diagnostik.