Ich bin erschöpft, aber gleichzeitig auf Alarm

Wenn du dich völlig erschöpft fühlst, aber gleichzeitig innerlich angespannt oder hellwach bist, kann das widersprüchlich erscheinen.

Erschöpfung und Schläfrigkeit sind jedoch nicht dasselbe. Du kannst körperlich oder geistig ausgelaugt sein, ohne bereits einschlafbereit zu sein.

Ob du einschlafen kannst, hängt unter anderem von deinem biologischen Schlafdruck, deiner inneren Uhr und weiteren körperlichen oder psychischen Einflussfaktoren ab.

Stress, Sorgen und Grübeln können zusätzliche Anspannung erzeugen und das Einschlafen erschweren. Auch Koffein, bestimmte Medikamente oder körperliche Beschwerden können eine Rolle spielen.

Was kannst du ausprobieren?

  • Nimm den Druck heraus: Du musst nicht vollkommen entspannt sein, um schlafen zu können.
  • Unterscheide Erschöpfung von Schläfrigkeit: Fühlst du dich ausgelaugt oder bemerkst du tatsächlich, dass du einschlafen könntest?
  • Nutze eine angenehme Übung: Ruhiges Atmen, Achtsamkeit oder progressive Muskelentspannung können helfen, mit Anspannung umzugehen. Sie müssen nicht unmittelbar zum Einschlafen führen.
  • Schreibe belastende Gedanken auf: Wenn dich Sorgen oder Aufgaben beschäftigen, kann es hilfreich sein, sie bereits vor dem Schlafengehen festzuhalten.
  • Vermeide angespanntes Wachliegen: Wenn du im Bett zunehmend unruhig wirst, kann es sinnvoll sein, vorübergehend aufzustehen und erst bei erneuter Schläfrigkeit zurückzukehren.

Wichtig: Wenn du mit dem Gefühl, „auf Alarm“ zu sein, vor allem Herzrasen, Atemnot oder andere ausgeprägte körperliche Symptome meinst, solltest du die Ursache ärztlich abklären lassen. Bei akuten starken Brustschmerzen, schwerer Atemnot oder Bewusstlosigkeit rufe den Notruf 112.

Wenn Erschöpfung und Einschlafprobleme regelmäßig auftreten oder deinen Alltag beeinträchtigen, ist ebenfalls eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Sloop kann dich dabei unterstützen, deine Schlafmuster besser zu verstehen und Übungen zum Umgang mit Anspannung kennenzulernen. Die App kann jedoch keine medizinische Ursache deiner Beschwerden diagnostizieren.