Ich brauche Alkohol, um einschlafen zu können
Warum Alkohol zwar müde machen kann – aber den Schlaf langfristig oft verschlechtert.
Wenn du das Gefühl hast, ohne Alkohol nicht einschlafen zu können, solltest du das ernst nehmen. Es bedeutet nicht automatisch, dass du alkoholabhängig bist. Es kann aber ein Hinweis darauf sein, dass Alkohol für dich zu einer regelmäßigen Einschlafhilfe geworden ist.
Alkohol kann das Einschlafen zunächst erleichtern, weil er dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirkt. Er verbessert den Schlaf jedoch nicht zuverlässig. Im weiteren Verlauf der Nacht kann es zu häufigeren Schlafunterbrechungen und weniger erholsamem Schlaf kommen.
Wenn du regelmäßig Alkohol zum Einschlafen benötigst, ist es sinnvoll, sowohl deine Schlafprobleme als auch deinen Alkoholkonsum ärztlich zu besprechen.
Besonders wichtig: Wenn du täglich größere Mengen Alkohol trinkst oder beim Reduzieren beispielsweise Zittern, Schwitzen, Herzrasen oder starke Unruhe bemerkst, solltest du nicht eigenständig abrupt aufhören. Bei einer körperlichen Alkoholabhängigkeit kann ein Entzug gefährlich sein und muss gegebenenfalls medizinisch begleitet werden.
Schlafprobleme lassen sich auch ohne Alkohol behandeln. Bei einer chronischen Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.
Sloop kann dich ergänzend mit Schlafwissen, einem Schlaftagebuch und Übungen unterstützen. Wenn Alkohol für dich zur notwendigen Einschlafhilfe geworden ist, ersetzt die App jedoch keine ärztliche Beratung oder gegebenenfalls suchtmedizinische Unterstützung.