Ist Alkohol als Einschlafhilfe eine schlechte Idee?
Das wirkt oft widersprüchlich, ist aber sehr häufig.
Ja, Alkohol ist als regelmäßige Einschlafhilfe nicht empfehlenswert. Zwar kann er zunächst müde machen und das Einschlafen erleichtern, gleichzeitig kann er aber die natürliche Schlafregulation beeinträchtigen.
Alkohol verändert die Zusammensetzung der Schlafstadien und kann insbesondere den REM-Schlaf unterdrücken. Im weiteren Verlauf der Nacht können Schlafunterbrechungen zunehmen. Dadurch fühlst du dich möglicherweise am nächsten Morgen weniger erholt.
Außerdem kann Alkohol Schnarchen verstärken und bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe die nächtlichen Atemstörungen verschlimmern.
Wenn du Alkohol regelmäßig gezielt zum Einschlafen verwendest, kann daraus eine ungünstige Gewohnheit entstehen. In diesem Fall ist es sinnvoll, deine Schlafprobleme und deinen Alkoholkonsum ärztlich zu besprechen.
Was hilft stattdessen?
Bei anhaltenden Einschlafproblemen ist es wichtig, mögliche Ursachen und aufrechterhaltende Faktoren zu erkennen. Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.
Sloop kann dich ergänzend dabei unterstützen, deine Schlafgewohnheiten zu reflektieren und hilfreiche Strategien für den Alltag kennenzulernen.
Wenn du täglich größere Mengen Alkohol konsumierst oder beim Reduzieren Entzugssymptome bemerkst, solltest du deinen Alkoho