Können Unternehmen durch besseren Schlaf Fehlzeiten reduzieren?

Schlafprobleme können zu erhöhten Fehlzeiten und Produktivitätsverlusten beitragen. Erfahren Sie, welche Rolle Schlafprävention im betrieblichen Gesundheitsmanagement spielt.

Eine Verbesserung der Schlafgesundheit kann ein sinnvolles Ziel betrieblicher Prävention sein. Wissenschaftliche Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen, krankheitsbedingten Fehlzeiten und eingeschränkter Arbeitsproduktivität. Daraus lässt sich jedoch nicht pauschal ableiten, dass jedes Schlafpräventionsprogramm zu einer Verringerung der Krankheitstage führt.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Schlafstörungen und Fehlzeiten?

Anhaltende Schlafstörungen können mit Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und gesundheitlichen Einschränkungen verbunden sein.

Auch Krankenkassendaten zeigen, dass diagnostizierte Schlafstörungen als Ursache ärztlich festgestellter Arbeitsunfähigkeit relevant sind.

Nach Angaben der AOK NordWest wurden im Jahr 2025 bei AOK-versicherten Beschäftigten in Schleswig-Holstein insgesamt 39.007 Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund nichtorganischer Schlafstörungen erfasst.

Das entspricht einem Anstieg von 6,1 % gegenüber 2024.

Die Zahl beschreibt dokumentierte Fehlzeiten innerhalb dieser Versichertengruppe. Sie erfasst nicht sämtliche Auswirkungen unzureichenden Schlafs auf die berufliche Leistungsfähigkeit.

Können Schlafinterventionen arbeitsbezogene Beeinträchtigungen verbessern?

Für bestimmte schlafmedizinische Behandlungsverfahren liegen wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise vor.

Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) ist beispielsweise eine leitliniengerechte Behandlung der chronischen Insomnie.

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse von Nie et al. (2026) fand Hinweise darauf, dass eine vollständige KVT-I auch arbeitsbezogene Beeinträchtigungen einschließlich Fehlzeiten verbessern kann.

Allerdings sind die Ergebnisse nicht in allen Untersuchungen einheitlich.

Eine randomisierte Studie von Bostock et al. (2016) zur digitalen KVT-I zeigte Verbesserungen bei Schlafbeschwerden und Einschränkungen während der Arbeit, jedoch keine statistisch signifikante Verringerung krankheitsbedingter Fehlzeiten.

Wichtig: Diese Studien untersuchten spezifische therapeutische Interventionen. Sie sind kein Wirksamkeitsnachweis für Sloop.

Was können Unternehmen im Rahmen der Prävention tun?

Unternehmen können Schlafgesundheit als Teil ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements berücksichtigen.

Dazu zählen:

  • Gesundheitsgerechte Arbeitszeiten und ausreichende Erholungsphasen
  • Aufklärung über Schlaf und schlafbezogene Belastungen
  • Niedrigschwellige digitale Informations- und Übungsangebote
  • Sensibilisierung für anhaltende Schlafprobleme und die Bedeutung medizinischer Abklärung

Betriebliche Prävention sollte dabei sowohl Arbeitsbedingungen als auch individuelle Gesundheitskompetenz berücksichtigen.

Wie kann Sloop das BGM ergänzen?

Sloop ist eine digitale Plattform für Schlafgesundheit.

Die Anwendung stellt schlafmedizinische Informationen, personalisierte Inhalte und Übungen zur Verfügung.

Ein von Schlafmedizinern entwickelter Algorithmus bildet die Grundlage für die strukturierte Auswahl von Inhalten anhand persönlicher Schlafangaben.

Unternehmen können Sloop als ergänzendes digitales Angebot in ihre betriebliche Gesundheitsförderung einbinden.

Ein Einfluss von Sloop auf krankheitsbedingte Fehlzeiten, Produktivität oder medizinische Behandlungsergebnisse ist damit nicht nachgewiesen.

Worauf warten?

Schlafstörungen und Fehlzeiten stehen wissenschaftlich in Zusammenhang. Bestimmte therapeutische Interventionen können neben Schlafbeschwerden auch arbeitsbezogene Beeinträchtigungen beeinflussen.

Ob ein konkretes betriebliches Präventionsangebot Fehlzeiten reduziert, muss jedoch gesondert untersucht werden.

Sloop bietet Unternehmen einen digitalen Zugang zu Schlafwissen und individualisierten Präventionsinhalten, ohne eine Reduktion von Krankheitstagen zu versprechen.

Weitere Informationen: Sloop für Unternehmen

Wissenschaftliche Quellen