Mein Wearable macht meinen Schlaf eher schlimmer

Viele Menschen merken, dass Tracker auch Druck machen können.

Wenn du merkst, dass dein Wearable deine Schlafprobleme eher verstärkt, kann es sinnvoll sein, deine Nutzung zu verändern.

Schlaftracker können hilfreiche Informationen liefern. Wenn du jedoch ständig deine Schlafwerte kontrollierst, dich über schlechte Scores ärgerst oder versuchst, bestimmte Schlafstadien zu erreichen, kann daraus zusätzlicher Druck entstehen.

Dieser Druck kann dazu beitragen, dass du dich stärker mit deinem Schlaf beschäftigst und das Einschlafen schwieriger wird.

Was kannst du ausprobieren?

  • Verzichte darauf, direkt nach dem Aufwachen deinen Schlafscore zu kontrollieren.
  • Schalte Benachrichtigungen oder tägliche Schlafbewertungen vorübergehend aus.
  • Probiere eine Pause vom Schlaftracking aus, wenn dich die Daten belasten.
  • Richte deine Aufmerksamkeit stärker auf deinen Alltag, deine Schlafgewohnheiten und dein Wohlbefinden statt auf einzelne Messwerte.

Du musst deinen Schlaf nicht ständig messen, um ihn zu verbessern.

Ein übermäßiger Fokus auf vermeintlich perfekte Schlafdaten wird im Zusammenhang mit Wearables auch als Orthosomnie bezeichnet.

Wenn deine Schlafprobleme länger anhalten oder deinen Alltag deutlich beeinträchtigen, kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein. Bei chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die empfohlene Behandlung erster Wahl.

Sloop kann dich ergänzend unterstützen, einen entspannteren Umgang mit deinem Schlaf zu entwickeln. Die App ersetzt jedoch keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.